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15.07.2009: LKH - die private Krankenversicherung mit den geringsten Gesamtkosten
117,3 Mio Euro Beitragsrückerstattung für die Versicherten aufgewendet.
Die solide Ausrichtung der LKH zahlte sich angesichts der Finanzkrise und der Auswirkungen der Gesundheitsreform in 2008 aus. Der private Krankenversicherer orientierte sich an den Bedürfnissen seiner Versicherten und bot ihnen neue Zahnzusatztarife an, was zu einem positiven Bestandsgeschäft führte. So erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge von 742,6 Mio. Euro im Jahre 2007 auf 749,4 Mio. Euro im Jahre 2008. Die Zahl der Vollversicherten blieb mit rund 209.000 Personen nahezu unverändert.
Diese Versicherten konnten erneut von der Rückerstattung von Beiträgen profitieren: Die LKH zahlte im Berichtsjahr 67,2 Mio. Euro als Beitragsrückerstattungen an Kunden aus, die in 2007 keine Versicherungsleistungen in Anspruch genommen hatten oder die an der Rückerstattung für kostenbewusstes Verhalten teilnahmen. Außerdem schrieb das Unternehmen den Versicherten 50,1 Mio. Euro zur Vermeidung von Beitragsanpassungen gut.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen von 437,7 auf 471,1 Mio. Euro. Unter Hinzurechnung der Leistungen, mit denen die Alterungsrückstellung aufgestockt wurde, ergab sich ein gesamter Schadenaufwand von 596,9 Mio. Euro und eine Schadenquote von 79,6 Prozent (Vorjahr: 77,8 Prozent). Damit führte die LKH auch im Geschäftsjahr 2008 wieder einen überdurchschnittlich hohen Anteil von den Versicherungsleistungen der Alterungsrückstellung zu. Diese stelle eine besonders solide Altersvorsorge dar, welche die Versicherten vor unzumutbaren Steigerungen der Beiträge im Alter schützen würde, erklärt der Vorstand.
Kostenbewusst wirtschaftete die LKH auch im Hinblick auf die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb mit den Beiträgen der Versicherten. Die Abschlusskostenquote lag bei 2,4 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent), die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb blieben konstant bei 1,7 Prozent der verdienten Bruttobeiträge. Mit einer Gesamtkostenquote von 4,1 Prozent ist die LKH – gemessen an den Beiträgen – auch im Jahr 2008 der Vollversicherer mit der niedrigsten Gesamtkostenbelastung. Das führt zu einer wiederum sehr guten versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote von 16,3 Prozent.
Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise agierte die LKH auch im Bereich der Kapitalanlagen umsichtig und vergleichsweise positiv. Die Kapitalanlagen stiegen um 6,3 Prozent von 3.829,3 Mio. Euro auf 4.069,2 Mio. Euro. Sie enthalten keine stillen Lasten. Die Erträge aus Kapitalanlagen beliefen sich auf 197,7 Mio. Euro und lagen damit um 22,7 Prozent über denen des Vorjahres. Die laufende Durchschnittsverzinsung betrug 4,5 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent). Das Jahresergebnis schließt mit einem Rohüberschuss von rund 75,5 Mio. Euro.
Im Hinblick auf die schwierigen Rahmenbedingungen sei das Geschäftsjahr 2008 gut gemeistert worden, berichtet der Vorstand. Da das Bundesverfassungsgericht die Beschwerden mehrerer privater Krankenversicherer gegen die Gesundheitsreform Anfang Juni zurückgewiesen habe, werde das Geschäft zukünftig allerdings nicht einfacher. Besonders das Festhalten von Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung, deren Einkommen für einen Wechsel in den privaten Versicherungsschutz drei Jahre über der Versicherungspflichtgrenze von derzeit 48.600 Euro liegen muss, führe zu einer deutlichen Verengung des Marktes. Wer in Kürze diese Sperrfrist überwindet, solle sich am besten schon jetzt zum Tarifwerk beraten lassen, um sich die Vorteile eines Privatpatienten aktuell zu sichern und den späteren vollständigen Übertritt in die private Krankenversicherung vorzubereiten, empfiehlt der Vorstand.
Auf unterschiedliche Bedürfnisse von Interessenten ist das Unternehmen gut vorbereitet: Die LKH hat anlässlich der obligatorischen Einführung von Tarifen mit Übertragungswerten ihr langjährig bewährtes Tarifwerk ausgebaut und bietet umfangreiche und erstklassige Leistungen im TOP-Schutz, hochwertige Leistungen mit individuellen Schwerpunkten im Privat-Schutz oder einen Grund-Schutz zum günstigen Preis. Das ausgewogene Angebot schlägt sich bereits im Neugeschäft nieder: Im ersten Halbjahr 2009 verzeichnete die LKH im Vergleich zu den entsprechenden Monaten des Vorjahres ein Plus beim Neugeschäft in Höhe von rund 6 Prozent.
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Landeskrankenhilfe V.V.a.G.
Lisa Stadie
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