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Coronavirus: Welche Leistungen übernimmt die private Krankenversicherung?

30.03.2020 - Kategorie: Ratgeber
Coronavirus: Welche Leistungen übernimmt die private Krankenversicherung?

Das Coronavirus (COVID-19) ist eine Herausforderung für unser Gesundheitssystem. Welche Leistungen übernimmt die private Krankenversicherung, wenn ein Verdachtsfall besteht oder sogar eine Erkrankung eintritt? Die wichtigsten Fragen kurz erklärt:

Wird ein Test auf das Coronavirus von der privaten Krankenversicherung erstattet?

Veranlasst ein Arzt einen Test auf das Coronavirus, wird es als medizinisch notwendige Diagnostik angesehen. Damit wird die Testung zum Versicherungsfall und die private Krankenversicherung (PKV) erstattet grundsätzlich die anfallenden Kosten im tariflichen Rahmen. Ob das Testergebnis positiv oder negativ ausfällt, spielt für die Kostenübernahme durch die PKV keine Rolle.

Wie sieht es mit den weiteren Behandlungskosten nach einem positiven Test aus?

Bestätigt sich der Verdacht, sind auch die weiteren stationären und/oder ambulanten Behandlungsmaßnahmen grundsätzlich vom Versicherungsschutz der PKV umfasst. Ob Patienten ambulant oder stationär versorgt werden, richtet sich - auch entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) - nach der Schwere der Erkrankung, Risikofaktoren und Umfeld.

Welche Leistungen erhält man während einer Quarantäne?

Bei einer vorsorglichen Quarantäne besteht kein Anspruch auf Leistungen aus einer privaten Krankenversicherung. Ordnet die zuständige Behörde (z. B. das Gesundheitsamt) eine vorsorgliche Quarantäne an, sind die Kosten, die im Einzelfall für eine Quarantäne entstehen, vom Staat zu übernehmen.

Was ist beim Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld zu beachten?

Sind Sie erkrankt und deswegen arbeitsunfähig, haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Krankentagegeld, wenn die weiteren bedingungsgemäßen Voraussetzungen vorliegen.

Wenn Sie erkrankt sind und eine Quarantäne angeordnet wurde, sind nach § 56 Abs. 1 und Abs. 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) Ansprüche bei der Behörde anzumelden. Vordrucke gibt es bei den jeweiligen Landesämtern für Soziales, bzw. bei den Landkreisen oder Stadtverwaltungen (Gesundheitsämter). Für die Anmeldung ist jeweils eine dreimonatige Frist nach Beendigung der Quarantäne zu beachten.

Bezüglich des Krankenhaustagegeldes gilt: Wenn der Aufenthalt im Krankenhaus als stationär notwendige Heilbehandlung (nicht als bloße Quarantänemaßnahme) erfolgt, besteht grundsätzlich auch ein Anspruch auf Krankenhaustagegeld.

Ist die Infektion noch nicht festgestellt, handelt es sich somit um einen Krankheitsverdacht. Dann liegt noch keine Arbeitsunfähigkeit in Folge von Krankheiten und Unfällen im Sinne der Versicherungsbedingungen vor und es besteht kein Leistungsanspruch auf ein Krankentagegeld. Nach § 56 IfSG haben Sie aber gegebenenfalls einen Entschädigungsanspruch gegen das Land. Erforderlich ist allerdings, dass die zuständige Behörde (z.B. das Gesundheitsamt) eine vorsorgliche Quarantäne anordnet. Bei einer freiwilligen vorsorglichen Quarantäne besteht gegen das Bundesland kein Anspruch auf Leistungen.

Kontakt

Unsere Themen haben Ihr Interesse geweckt? Sie haben dazu eine Anmerkung oder eine Frage? Dann richten Sie sich gern an unsere Pressestelle. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen in den Kontakt zu kommen: 

Landeskrankenhilfe V.V.a.G.
Landeslebenshilfe V.V.a.G.

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