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Plötzlich pflegebedürftig – und was dann?

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Wenn jemand zum Pflegefall wird, tauchen viele Fragen auf. Dann ist es wichtig, die richtigen Schritte zu gehen.

Für unsere Versicherten, die mit ihrer Krankenvollversicherung automatisch auch Mitglied in der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) sind, beantworten wir hier die wichtigsten Fragen.


  • Wann besteht Pflegebedürftigkeit?

    Pflegebedürftig sind Personen, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen können. Sie bedürfen der Hilfe anderer.

    Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate und mit Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeitsstörungen der folgenden sechs Module einhergehen:

    • Mobilität (z.B. Treppensteigen)
    • kognitive und kommunikative Fähigkeiten (z.B. örtliche/zeitliche Orientierung)
    • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (z.B. nächtliche Unruhe)
    • Selbstversorgung (z.B. Körperpflege)
    • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (z.B. Arztbesuche)
    • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte (z.B. Ruhe und Schlafen)
  • Wie werden Leistungen beantragt?

    Leistungen der Pflegeversicherung werden schriftlich beantragt. Nutzen Sie dazu bitte unseren Antrag auf Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung (PPV).

    Bis Sie einen Bescheid über die Leistungen erhalten, können einige Wochen vergehen. Sofern Ihr Pflegegrad jedoch genehmigt wird, erhalten Sie die Leistungen rückwirkend vom Beginn des Monats, in dem der Antrag gestellt wurde.

    Bitte beachten Sie, dass wir eine Vollmacht für Angehörige oder Betreuer/innen benötigen, um zu individuellen Fällen Auskünfte zu erteilen.

  • Wer unterstützt bei der Beantragung des Pflegegrades?

    Die COMPASS Private Pflegeberatung GmbH informiert, unterstützt und begleitet Pflegebedürftige und deren Angehörige bei allen Fragen rund um das Thema Pflege. Ratsuchende können sich an die bundesweit kostenlose Servicenummer 0800 101 88 00 wenden. Die Pflegeberatung durch COMPASS ist kostenfrei und unabhängig.

  • Was muss beachtet werden, wenn die Pflegebedürftigkeit im Krankenhaus eintritt?

    Wenn davon auszugehen ist, dass nach der stationären Behandlung eine dauerhafte Pflegebedürftigkeit vorliegen wird, sollte ein Eil-Antrag auf Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung (PPV) gestellt werden. Dafür können Sie sich an den Sozialdienst des Krankenhauses wenden.

    Das Ergebnis der Vorabeinstufung kann telefonisch bei uns erfragt werden. Den schriftlichen Bescheid erhalten unsere Versicherten an die Hausanschrift.

  • Wie wird die Pflegebedürftigkeit festgestellt?

    Die Pflegebedürftigkeit wird durch ein Gutachten festgestellt, das von einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin des Medizinischen Dienstes der privaten Pflegeversicherung (MEDICPROOF) erstellt wird.

    Die LKH beauftragt den Medizinischen Dienst. Kosten entstehen für den/die Versicherte/n nicht.

  • Welche Leistungen gibt es für die unterschiedlichen Pflegegrade?

    Die Leistungshöhe richtet sich danach, in welchem Pflegegrad die versicherte Person eingestuft wird. Ferner ist relevant, ob der Betroffene zu Hause oder vollstationär gepflegt wird.

    Kostenerstattung je Kalendermonat, wenn häusliche Pflegehilfe in Anspruch genommen wird

    Pflegegrad 1 125,00 € (Entlastungsbetrag)
    Pflegegrad 2 689,00 €
    Pflegegrad 3 1.298,00 €
    Pflegegrad 4 1.612,00 €
    Pflegegrad 5 1.995,00 €


    Pflegegeld je Kalendermonat für selbst sichergestellte Pflege

    Pflegegrad 1125,00 € (Entlastungsbetrag)
    Pflegegrad 2316,00 €
    Pflegegrad 3 545,00 €
    Pflegegrad 4728,00 €
    Pflegegrad 5901,00 €


    Aufwendungen für vollstationäre Pflege innerhalb der Pflegegrade betragen je Kalendermonat bis zu

    Pflegegrad 1 125,00 € (Entlastungsbetrag)
    Pflegegrad 2770,00 €
    Pflegegrad 31.262,00 €
    Pflegegrad 4 1.775,00 €
    Pflegegrad 52.005,00 €


    Details zu den Leistungen der Pflegepflichtversicherung finden Sie im Antrag.

  • Wie beantrage ich Hilfsmittel?

    Bei ambulanter Pflege:

    Technische Hilfsmittel stellen wir unseren Versicherten gern zur Verfügung, wenn sie für die Pflege notwendig sind. Informieren Sie uns bitte vor der Anschaffung über Ihren Bedarf, damit wir die Bereitstellung der Hilfsmittel für Sie koordinieren können – vorrangig leihweise und kostenlos.

    Tipp: In den meisten Fällen ist es sinnvoll, sich bereits eine ärztliche Verordnung für die jeweiligen Hilfsmittel von dem behandelnden Arzt einzuholen und uns diese für die weitere Prüfung zukommen zu lassen.

    Bei stationärer Pflege:

    Es besteht kein Anspruch aus der Pflegepflichtversicherung. Erkundigen Sie sich über die zuständige Leistungsabteilung der LKH bezüglich der Kostenübernahme von Hilfsmitteln.

    Im Krankenhaus:

    Nach einem stationären Krankenhausaufenthalt wird für die häusliche Pflege ein Hilfsmittel erforderlich sein? Dann übersenden Sie uns bitte die entsprechende ärztliche Verordnung, damit wir Ihnen das Hilfsmittel schnellstmöglich überlassen können.

    Eine Kostenerstattung für selbstbeschaffte Hilfsmittel erfolgt grundsätzlich nicht.

  • Wie erhalte ich wohnumfeldverbessernde Maßnahmen?

    Um den Wohnraum barrierefrei zu gestalten oder die Pflege zu erleichtern, können Betroffene bei häuslicher Pflege einen Antrag auf Umbaumaßnahmen stellen. Der gesetzliche Höchstzuschuss ist in allen Pflegegraden auf 4.000,00 Euro je Maßnahme begrenzt. In der Regel ist für die Prüfung eine (erneute) Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Privaten Pflegepflichtversicherung (MEDICPROOF) erforderlich.

    Tipp: Lassen Sie uns für eine schnellere Abwicklung gern vorab einen Kostenvoranschlag zukommen.

    Weiteres erfahren Sie in unserem Antrag wohnumfeldverbessernde Maßnahme.

  • Der Pflegezustand hat sich verschlechtert – was jetzt?

    Wenn sich pflegerelevante Umstände geändert haben, die eine dauerhafte – mindestens für 6 Monate dauernde – Erhöhung des Pflegeaufwandes nach sich ziehen, sollten Sie einen Antrag auf Höherstufung stellen.

    Das weitere Verfahren gestaltet sich dann analog zu dem des ersten Antrags.


Wichtige Kontaktdaten und Internetadressen

Informationen zur Pflegebedürftigkeit und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier:

  • Bei Fragen rund um das Thema Pflege steht die bundesweit kostenlose Servicenummer der COMPASS Private Pflegeberatung zur Verfügung: 0800 101 88 00. Weitere Informationen finden Sie unter www.compass-pflegeberatung.de
  • Informationen zur Pflege erhalten Sie vom Verband der Privaten Krankenversicherung unter: www.pflegeberatung.de
  • Hilfe zu Fragen bei der Pflege erhalten Sie beim Zentrum für Qualität in der Pflege: www.zqp.de
  • Der Medizinische Dienst MEDICPROOF führt Begutachtungen durch: www.medicproof.de

Praxis-Check-Videos von MEDICPROOF

Hier können Sie erkennen, was genau hinter den einzelnen Modulen steckt:

Modul 1 – Mobilität

Wie selbstständig kann sich die Person fortbewegen und ihre Körperhaltung ändern?

Modul 2 – Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

Wie findet sich die Person mit Hilfe von anderen örtlich und zeitlich zurecht? Kann sie für sich selbst Entscheidungen treffen oder Gespräche führen?

Modul 3 – Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

Treten bei der Person Verhaltensauffälligkeiten wie aggressives oder ängstliches Verhalten auf? Wie häufig benötigt sie dabei Hilfe?

Modul 4 – Selbstversorgung

Wie selbstständig kann sich die Person im Alltag mit Lebensmitteln oder der Körperpflege versorgen?

Modul 5 – Selbstständiger Umgang mit krankheits-/therapiebedingten Anforderungen

Wie aufwändig ist die Unterstützung beim Umgang mit Krankheiten oder Behandlungen wie z.B. die Medikamentenvergabe?

Kontaktdaten der COMPASS Pflegeberatung

Die COMPASS Private Pflegeberatung GmbH informiert, unterstützt und begleitet Pflegebedürftige und deren Angehörige bei allen Fragen rund um das Thema Pflege.

Compass private pflegeberatung GmbH
Gustav-Heinemann-Ufer 74c
50968 Köln

Telefon: (08 00) 101 88 00
Telefax: (02 21) 93 332 500
E-Mail: info@compass-pflegeberatung.de
Website: www.compass-pflegeberatung.de

Kontaktdaten der Pflegeversicherung

Unsere freundlichen Mitarbeiter/innen aus dem Bereich Pflegeversicherung (PPV)-Leistung können Sie gerne wie folgt erreichen:

Landeskrankenhilfe V.V.a.G.
PPV Leistung
21332 Lüneburg

Telefax: (0 41 31) 7 25 13 93
E-Mail: PPV.Leistung@LKH.de